Wir sind familienfreundlich!

Vor 20 Jahren kamen wir als junge Familie aus Afrika zurück – mit zwei kleinen Kindern und dem großen Wunsch, Familienleben und Beruf auch in Deutschland unter einen Hut zu bekommen. Heute gibt es für junge Eltern viele Hilfsangebote, die familienfreundlich sind – auch bei uns in der Kindernothilfe.

Für mich war die Arbeit in einer Bayrischen Kirchengemeinde und das Leben im Pfarrhaus damals ein idealer Rahmen, um Kindererziehung und Profession miteinander zu vereinbaren. Großeltern, Babysitter, KiTas, Tagesmütter und Hortangebote unterstützten phasenweise von Montag bis Donnerstag. Mein Mann, der die ersten Jahre in Düsseldorf arbeitete, übernahm von Freitag bis Sonntag. Später arbeitete er im Homeoffice.

Unsere Töchter sind mittlerweile erwachsen. Als Leiterin der Kindernothilfe freue ich mich heute, welch gute Bedingungen unsere Mitarbeitenden vorfinden, damit weder die Familie noch der Beruf zu kurz kommen. Familienfreundlich zu sein ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil unserer Personalpolitik.

Davon erzähle ich direkt in die Kamera. Ein Filmteam des Duisburger Stadtfernsehens Studio 47 dreht einen Beitrag über uns für den Wettbewerb Familienfreundliches Unternehmen 2016 in Duisburg. Daran nehmen wir teil. Heute ist die Preisverleihung, da wird der Spot gezeigt.

Was macht uns familienfreundlich?

„Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Regelungen und lebensphasenorientierte Teilzeitangebote“ zähle ich auf. Wir haben bis zu fünf Jahre Elternzeit und ein Eltern-Café, das den Kontakt und den Austausch mit den Müttern und Vätern auch während der Elternzeit ermöglicht. Bei der Urlaubsplanung werden die Schulferien der Kinder und die Urlaubszeiten des Partners weitestgehend mit berücksichtigt. Familienfreundlich ist auch unsere Pausenregelung. Diese kleine Maßnahme erleichtert es, unvorhergesehene Termine oder auch regelmäßige private Aufgaben im Alltag besser zu bewältigen.

Nach einer halben Stunde sind die Aufnahmen im Kasten. Während der Kameramann die Scheinwerfer abbaut und das Mikro einpackt, kommt mir der Gedanke: Vor 20 Jahren hatte ich die Kindernothilfe noch nicht im Blick. Aber auch als junge Mutter hätte ich mich hier gut bewerben können.

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Autor: Katrin Weidemann

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